www.iqfs.ch- Innovative Quality Management & Food Safety Group der Hochschule Wädenswil

Die aktuellen News der Bereiche Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelrecht , zusammengestellt von der Gruppe IQFS (Innovative for Quality Management & Food Safety) der Hochschule Wädenswil, lesen Sie täglich auf www.iqfs.ch

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Inhalt Newsletter 51, Mai 2008:

 

1. BfR richtet nationale Expertengremien für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz ein

 

2. Migros und Coop nehmen gepanschtes Speiseöl aus den Verkaufsregalen

 

3. Auswirkungen eines allfälligen Freihandelsabkommens im Agrar- und Lebensmittelbereich auf die Landwirtschaft und auf die vor- und nachgelagerten Bereiche

 

4. Ausgewählte Fragen und Antworten zu Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA)

 

5. Mit Clothianidin gebeiztes Saatgut ist nach Untersuchungen des Julius Kühn-Instituts Ursache für aktuelle Bienenschäden in Baden-Württemberg

 

6. Informationsschreiben Nr. 139: Deklaration von technologischen Verfahren nach Art. 2 Abs. 1 Bst. k und Art. 17 der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung

 

7. Aktuelles aus dem IQFS

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1. BfR richtet nationale Expertengremien für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz ein

 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wird in Fragen der Lebensmittelsicherheit und der Produktsicherheit künftig von 14 Kommissionen in seiner wissenschaftlichen Arbeit für die Bundesregierung und europäische Gremien beraten. In jede Kommission wurden rund zehn externe, unabhängige Sachverständige berufen, die ehrenamtlich ihre Expertise in die Arbeit des BfR einbringen. „Mit diesem Expertennetzwerk können wir Sachverstand auf höchstem wissenschaftlichen Niveau für unsere Risikobewertungen bündeln und in internationale Gremien einbringen“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. Die wissenschaftliche Qualität der Stellungnahmen des Instituts wird so erhöht und eine externe Qualitätssicherung gewährleistet. Darüber hinaus ist es dem Institut damit auch in Krisenfällen möglich, kurzfristig externen Sachverstand einzuholen. Die Struktur der Kommissionen am BfR orientiert sich weitgehend an der Kommissionsstruktur der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

 

Weitere Informationen: Bundesamt für Risikobewertung (BfR)

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2. Migros und Coop nehmen gepanschtes Speiseöl aus den Verkaufsregalen

In Schweizer Geschäften ist Sonnenblumenöl aus der Ukraine aufgetaucht, das mit Mineralöl verunreinigt ist. Migros und Coop nehmen die betroffenen Produkte jetzt aus den Regalen. Der europaweite Skandal um gepanschtes Sonnenblumenöl aus der Ukraine hat nun auch die Schweiz erreicht. Wie eine Sprecherin des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bestätigt, wurde bei Kontrollen mit Mineralöl verunreinigtes Speiseöl aus der ehemaligen Sowjet­republik festgestellt. Der Bund habe die Grenzkontrollen nun verschärft. Das Ausmass der Lieferungen werde derzeit abgeklärt. Die kantonalen Laboratorien seien angewiesen worden, die Selbstkontrollmassnahmen der Betriebe zu überprüfen, welche mit Sonnenblumenöl aus der Ukraine handeln oder es weiterverarbeiten. Laut Beat Hodler, dem Geschäftsführer des Branchenverbandes Swissolio, wurde das kontaminierte Speiseöl vom Ölhändler und -verarbeiter Sabo mit Sitz in Horn (TG) und Manno (TI) importiert. Sabo habe das rohe Sonnenblumenöl aus Italien bezogen, wo es per Schiff aus der Ukraine angekommen sei. Das Öl sei in der Schweiz raffiniert worden. Damit sei ein Teil der Verunreinigungen eliminiert worden. Laut Hodler habe man im fertigen Öl Belastungen von 0,3 bis 0,8 Gramm gefunden.

Weitere Informationen: NZZ online

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3. Auswirkungen eines allfälligen Freihandelsabkommens im Agrar- und Lebensmittelbereich auf die Landwirtschaft und auf die vor- und nachgelagerten Bereiche

 

In seinem Postulat 06.3401 vom 23. Juni 2006 hat Ständerat Bruno Frick den Bundesrat beauftragt, einen Bericht über den Inhalt und die Auswirkungen eines allfälligen Agrarfreihandelsabkommens mit der EU auf die Landwirtschaft und die vor- und nachgelagerten Bereich zu verfassen. Das Postulat wurde am 21.09.2006 überwiesen. Parallel dazu hat der Bundesrat am 28. Juni 2006 das EVD und das EDA beauftragt, Explorationen über die inhaltlichen und formalen Eckwerte eines möglichen Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und der EU im Agrar- und Lebensmittelbereich (FHAL) durchzuführen sowie die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Auswirkungen vertieft abzuklären. Nachdem der Bundesrat am 4. Juli 2007 den Zwischenbericht über die Exploration der Eckwerte und die Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen eines FHAL zur Kenntnis genommen hatte, beauftragte er die zuständigen Departemente, die Exploration abzuschliessen und ein Konzept zu Umfang, Ausgestaltung und Finanzierung von Begleitmassnahmen zugunsten der betroffenen Sektoren auszuarbeiten. Gleichzeitig erteilte er den Auftrag, mit der EU die Eckwerte für ein mögliches Gesundheitsabkommen (GesA) zu explorieren. Damit wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass zwischen einem GesA und einem FHAL durch den Bereich der Lebensmittelsicherheit eine enge inhaltliche Verknüpfung bestehen würde. Die Explorationen bei der Europäischen Kommission und die internen Abklärungen konnten im Januar 2008 abgeschlossen werden. In Erfüllung des Postulates 06.3401 Frick werden in diesem Bericht die Ergebnisse der diesbezüglichen Analysen und Explorationen dargestellt.

Weitere Informationen: EDA Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

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4. Ausgewählte Fragen und Antworten zu Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA)

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus - kurz MRSA genannt - sind Keime, die beim Menschen unter anderem Wundinfektionen und Entzündungen der Atemwege hervorrufen können und gegen bestimmte Antibiotika resistent sind. Bisher trat der Keim vor allem in Krankenhäusern auf, wo er von Mensch zu Mensch übertragen wird. In den vergangenen Jahren wurden vermehrt Fälle von Infektionen registriert, die Menschen sich außerhalb von Krankenhäusern zugezogen haben. Gleichzeitig zeichnete sich ab, dass MRSA auch bei Tieren auftreten kann, und zwar vermehrt bei Schweinen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat Fragen und Antworten zu MRSA und den möglichen Infektionsquellen für den Menschen zusammengestellt.

Weitere Informationen: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

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5. Mit Clothianidin gebeiztes Saatgut ist nach Untersuchungen des Julius Kühn-Instituts Ursache für aktuelle Bienenschäden in Baden-Württemberg

Aus den bisherigen Auswertungen des Julius Kühn-Instituts kann eindeutig geschlossen werden, dass eine Vergiftung der Bienen durch Abrieb des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Clothianidin von Maissaatgut vorliegt. Bis auf eine Ausnahme konnte bei allen 30 bisher an der Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen des JKI in einem Biotest untersuchten Proben eine Kontaktgiftwirkung nachgewiesen werden. Die ersten elf chemischen Analysen auf Clothianidin bestätigen in allen Fällen einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den gefundenen toten Bienen und dem Beizmittel. Ob noch weitere Komponenten/Pflanzenschutzmittel eine Rolle spielen, muss in den sich anschließenden Untersuchungen geklärt werden.

Weitere Informationen: Informationsdienst Wissenschaft DE

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6. Informationsschreiben Nr. 139: Deklaration von technologischen Verfahren nach Art. 2 Abs. 1 Bst. k und Art. 17 der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung

Im Verlauf der letzten Jahre wurden neue technologische Verfahren zur Hygienisierung von Lebensmitteln entwickelt, die beispielsweise zu geringeren sensorischen Beeinträchtigungen der Lebensmittel führen als die klassischen Wärmebehandlungsverfahren. Diese neuen Behandlungen sind im schweizerischen Lebensmittelrecht zwar nicht explizit umschrieben, können aber als technologisches Verfahren nach Art. 19 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 23. November 2005 (SR 817.02) angesehen werden. Gemäss Art. 2 Abs. 1 Bst. k und Art. 17 der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung vom 23. November 2005 (SR 817.022.21) ist bei vorverpackten Lebensmitteln auf die angewandte technologische Behandlung hinzuweisen, sofern die Konsumentinnen und Konsumenten ohne diese Angabe getäuscht werden könnten

Weitere Informationen: BAG Bulletin Ausgabe 22/08

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7. Aktuelles aus dem IQFS

Bitte beachten Sie das Kursangebot 2008 des Institutes für Lebensmittel- und Getränkeinnovation.

 

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