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Innovative Quality Management & Food Safety Group der Hochschule Wädenswil
Die
aktuellen News der Bereiche Qualitätsmanagement, Lebensmittelsicherheit und
Lebensmittelrecht, zusammengestellt von der Gruppe IQFS (Innovative for
Quality Management & Food Safety) der Hochschule Wädenswil, lesen Sie
täglich auf www.iqfs.ch
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Inhalt Newsletter 52, Juni
2008:
1. Abschlussbericht zum
wissenschaftlichen Screening der gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel
veröffentlicht
2. Analyse und Bewertung von
Pflanzenschutzmittel-Rückständen
3. EU-Mitgliedsstaaten haben sich
gegen die Desinfektion von Geflügel im Chlorbad ausgesprochen
4. Salmonellenwarnung: Institut für
Hygiene und Umwelt rät vom Verzehr roher Sprossen ab
5. EU akzeptiert Schweizer
Schweinesuppe nicht
6. Abweichungen bei Empfehlungen zur
Mikronährstoffzufuhr in Europa
7. Aktuelles aus dem IQFS
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1. Abschlussbericht zum
wissenschaftlichen Screening der gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel
veröffentlicht
Immer mehr Lebensmittelhersteller
kennzeichnen ihre Produkte mit gesundheitsbezogenen Angaben wie „Wichtig für
die Sehkraft“ oder „Calcium ist gut für die Knochen“. Diese sogenannten Health
Claims dienen in der Regel Werbezwecken. Sie erklären oder suggerieren, dass
das Lebensmittel der Gesundheit nützt. Bislang gibt es aber keine präventive
Kontrolle darüber, ob die gesundheitlichen Aussagen tatsächlich zutreffen. Um
Verbraucher vor fehlerhaften Angaben und Irreführung zu schützen und ungleichen
Wettbewerbsbedingungen vorzubeugen, sind in der EU einheitliche Regelungen für
gesundheitliche Angaben eingeführt worden. Künftig dürfen
Lebensmittelunternehmer nur noch solche Aussagen verwenden, die in einer
EU-Positivliste aufgeführt sind. Für die Erstellung der Liste konnten
Lebensmittelhersteller ihre Vorschläge bei den nationalen Behörden einreichen.
Für Deutschland hat u. a. das BfR die eingereichten Unterlagen einem
wissenschaftlichen Screening unterzogen. In seinem Abschlussbericht hat das BfR
die eingereichten Unterlagen in die drei Kategorien „ausreichend“, „vertiefte
Prüfung erforderlich“ und „nicht ausreichend“ eingeteilt. Lediglich bei 20 %
der Anträge reichten die Belege als wissenschaftliche Begründung für einen
Health Claim aus.
Weitere Informationen: Bundesamt für
Risikobewertung (BfR)
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2. Analyse und Bewertung von
Pflanzenschutzmittel-Rückständen
Deutsche Verbraucher empfinden
Rückstände von Pflanzenschutzmitteln als Risiko Nummer Eins, wenn es um
Lebensmittel geht. Das zeigen Umfrageergebnisse des Eurobarometer, das die
Europäische Kommission im Jahr 2006 veröffentlichte. Danach sind 69 Prozent der
Deutschen besorgt über Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf Obst und
Gemüse. Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln können als Rückstände auf
pflanzlichen Lebensmitteln an den Verbraucher gelangen. Diese Rückstände müssen
aber so gering sein, dass sie die Gesundheit von Verbrauchern nicht schädigen.
Dazu müssen gesetzlich geregelte Höchstmengen (Höchstgehalte) eingehalten
werden. Ob dies der Fall ist, kontrollieren die amtlichen
Überwachungseinrichtungen der Länder. Dafür brauchen sie effiziente
Nachweismethoden, die das BfR prüft.
Weitere Informationen:
Bundesinstitut für Risikobewertung BfR
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3. EU-Mitgliedsstaaten haben sich
gegen die Desinfektion von Geflügel im Chlorbad ausgesprochen
Die Entscheidung fiel am Montag, 2.
Juni im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit noch
eindeutiger als erwartet aus: 26 von 27 EU-Mitgliedstaaten haben gegen das von
den USA geforderte Chlorbad gestimmt. Lediglich Grossbritannien enthielt sich
der Stimme, wie die Agrarzeitung "Ernährungsdienst" schreibt. Der
Kommissionsvorschlag wird nun an den Ministerrat weitergeleitet. Sollte sich
auch dort eine qualifizierte Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten gegen das Chlorbad
aussprechen, ist die Initiative der Kommission endgültig gescheitert.
Weitere Informationen:
Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID
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4. Salmonellenwarnung: Institut für
Hygiene und Umwelt rät vom Verzehr roher Sprossen ab
In den
vergangenen Monaten hat das Institut für Hygiene und Umwelt (HU) der Hamburger
Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz 100 Proben
verschiedener Sprossen auf Salmonellen untersucht. Ergebnis: Jede zehnte
untersuchte Probe war mit Salmonellen belastet. Salmonellen sind Bakterien, die
unangenehme Durchfall-Erkrankungen auslösen können. Bei älteren Menschen kann
eine Salmonellose zum Tode führen. Sprossen sollten deshalb nicht roh verzehrt
werden. Salmonellen können durch das Abspülen mit Wasser nicht entfernt werden;
auch das zeigen die Untersuchungen im HU. Die krankheitserregenden Bakterien
werden nur abgetötet, wenn das Lebensmittel so erhitzt wird, dass für
mindestens zehn Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad Celsius erreicht wird.
Um gefährliche Durchfall-Erkrankungen zu vermeiden, sollten Verbraucher
Sprossen vor dem Verzehr entsprechend lange kochen oder pasteurisierte Ware aus
dem Glas verwenden.
Weitere Informationen: LME -
Lebensmittel - Markt - Ernährung
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5. EU akzeptiert Schweizer
Schweinesuppe nicht
Die schweizerische Schweinesuppe
wird in Brüssel nicht goutiert. Sowohl die EU-Kommission wie auch die
EU-Staaten lehnen die verschärften Schweizer Vorschriften als unzureichend ab.
Die EU-Kommission bekräftigte am Dienstag, 10. Juni in Brüssel, dass das potenzielle
Risiko, vor allem für die Tiergesundheit, bei weitem die Vorteile dieser Praxis
überwiege. Daher werde innerhalb der Europäischen Union das Verbot von
Schweinesuppe aufrechterhalten bleiben, zitiert die Nachrichtenagentur SDA die
Kommission. Laut Cathy Maret vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) reichen
auch die verschärften Vorschriften, die der Bundesrat am 7. März beschlossen
hatte, der EU nicht. Einhellig hätten sich die EU-Staaten für ein
Verfütterungsverbot in der Schweiz ausgesprochen, so Maret. Das bedeutet,
"dass es zu Handelseinschränkungen kommen könnte, falls die Schweiz die
Massnahme weiterführt". Ein erneuter Bundesratsbeschluss steht noch aus.
Sollte sich die Schweiz für ein Verbot entscheiden, ginge es darum, mit der EU
eine Übergangsfrist auszuhandeln. Jährlich fallen in der Schweiz rund 300 000
Tonnen Speise- und Küchenreste an. Etwa 200'000 Tonnen davon sammeln die ie 250
Schweinesuppenköche ein, kochen sie gut durch und setzen sie den Schweinen zum
Frass vor.
Weitere Informationen: AgroNews
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6. Abweichungen bei Empfehlungen zur
Mikronährstoffzufuhr in Europa
Das Kompetenznetzwerk EURRECA
(EURopean micronutrient RECommendations Aligned, oder „Europäischer Ausschuss
für Empfehlungen bezüglich Mikronährstoffe“) wurde gegründet, um auf einen
Beratungsrahmen für Mikronährstoffe hin zu arbeiten, damit politische Entscheidungsträger
aufgrund verbesserter Informationen Empfehlungen auf nationaler Ebene
formulieren können. Das Ziel ist es, eine europaweite wissenschaftliche
Übereinstimmung bezüglich der Nachweise zu schaffen, anhand derer Empfehlungen
zu Mikronährstoffen erstellt werden können, wobei ermöglicht wird, dass solche
Nachweise schnell, in geeigneter Weise und angemessen in Empfehlungen umgesetzt
werden, die in nationalen Regelwerken veröffentlicht werden. Das Netzwerk, das
von der Europäischen Kommission finanziert wird, besteht aus 34
Partnerorganisationen in 17 Ländern und bezieht in großem Maße Akademikerinnen
und Akademiker, Lebensmittelindustrie, Verbraucherorganisationen, nationale
Gesellschaften für Ernährung sowie Gesundheitsexperten mit ein.
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7. Aktuelles aus dem IQFS
Für den
Kurs „Einführung in die gute Herstellungspraxis (GHP), Grundlage für jedes
Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP)-Konzept“ vom 27. und 28. August 2008 sind
noch Plätze frei. Mehr Informationen finden sie hier. Zur Kursanmeldung.
Ebenfalls
noch freie Plätze hat es für den Kurs „Interne Auditorinnen und Auditoren“
vom 2. und 3. September 2008. Mehr Informationen finden sie hier.
Bitte
beachten Sie das Kursangebot 2008 des Institutes für Lebensmittel- und
Getränkeinnovation (ILGI).
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